Bewegende Klangbilder in Oberkassel

Am Sonntagabend, dem 22. März, wurde die Große Evangelische Kirche in Oberkassel zum Schauplatz eines eindrucksvollen Passionskonzerts. Auf dem Programm stand das „Stabat mater“ von Karl Jenkins – ein Werk, das Tradition und Moderne auf besondere Weise verbindet und sich mit der Leidensgeschichte Christi aus der Perspektive Marias auseinandersetzt.
Unter der gemeinsamen Leitung von Seelsorgebereichsmusiker Christian Jacob und Kantorin Stefanie Ingenhaag musizierten die Chorgemeinschaft St. Cäcilia & Hl. Kreuz, der marianische Kirchenchor an St. Gallus sowie die Kantorei der evangelischen Kirchengemeinde Oberkassel-Königswinter. Musikalisch begleitet wurden sie von einem Projektorchester unter der Leitung von Karel Walravens und den beiden Solistinnen Agnes Erkens und Esther Borghorst.
Bereits die ersten Töne machten deutlich, dass hier ein ambitioniertes Projekt realisiert wurde. Jenkins’ Tonsprache, die Einflüsse aus klassischer Musik, Weltmusik und Minimal Music vereint, stellte hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Der Chor überzeugte dabei mit Ausdruckskraft. In den leisen, getragenen Passagen gelang es den Sängerinnen und Sängern, eine meditative Atmosphäre zu erzeugen.
Das Zusammenspiel mit dem Orchester erwies sich als sehr ausgewogen. Immer wieder entstanden klangliche Höhepunkte, in denen sich Chor und Instrumente zu eindrucksvollen Steigerungen verbanden. Die Solisten setzten dabei gezielte Akzente und trugen zur emotionalen Tiefe des Werkes bei.
Das Publikum zeigte sich sichtlich bewegt und dankte den Mitwirkenden mit langanhaltendem Applaus. So wurde der Konzertabend nicht nur zu einem musikalischen Ereignis, sondern auch zu einem eindringlichen Beitrag zur Passionszeit, der noch lange nachklang.